10. Oktober 2009

Wanderung an Enz und Glems

Der Herbst zeigt sich von seiner aller-aller-schönsten Seite, und da haben Schnick und Schnack sich festes Schuhwerk an die Füße gezogen und sind losgelaufen, einfach so ins Blaue hinein.

Los ging der Spaziergang in einem historischen Stadtzentrum mit tollen Fachwerkhäusern! Der Weg ging aus dem Ort hinaus zu einem Tal mit einem großen (naja, für unsere Verhältnisse groß) Fluss. Den ganzen Weg entlang wurden sie vom lustigen Plätschern der Enz, so heißt dieser Fluss, begleitet. Es ging durch einen Wald, bergauf und bergab, immer an diesem Gewässer entlang.

Schließlich kamen sie an eine große Wiese, auf der viele junge Männer mit einem Ball spielten. Viele junge Frauen standen mit großen Augen und nettem Lächeln am Wiesenrand.


Weiter führte der Weg, an der Wiese vorbei, und da entdeckten beide etwas nicht Alltägliches: Da hinten bei den Weiden lag etwas Riesiges, etwas Rundes Buntes, und man hörte ein anderes Rauschen... da wurde gerade ein riesiger Ballon aufgeblasen. Da kann man nicht einfach weitergehen, sondern da muss man stehen bleiben und schauen. Und Fotos machen. Und zwar so lange, bis der Ballon in den Himmel aufgestiegen ist und im Blau des Herbsthimmels immer kleiner und kleiner wird.


Langsam haben dann die Füße doch ein bisschen weh getan, aber Schnick und Schnack haben ziemlich viel Ehrgeiz gehabt und wollten noch ein großes Stück weiterlaufen. Also kamen sie wieder in einen Ort, da, wo die jungen Männer mit dem Ball und die jungen Mädchen mit dem netten Lächeln wohnen. Dieser Ort ist winzig klein, so klein, dass man schon nach 2 Kurven wieder draußen ist. Und der Ort ist zu Ende, und die Wiesen sind wieder da.

Diesmal plätschert wieder ein Wasser, aber diesmal ist es nur ein Bach. Einer, der sich durch diese Wiesen schlängelt, mit ganz vielen Kurven. Mit Stellen, wo man das Plätschern gar nicht hört, weil das Wasser ein bisschen tiefer ist, und anderen Stellen, wo ganz viele Steine liegen und das Plätschern wieder ganz laut ist. Das Tal, durch das sich dieser Bach windet, ist das Glemstal - ein wunderschönes Tal, und Schnick kann vor lauter Ergriffenheit ausnahmsweise gar nichts mehr sagen. Aber Fotos kann sie noch machen!

Jetzt kriegen die beiden aber so richtig Durst! Einer der beiden erinnert sich, dass am Ende des Tals eine kleine Gaststätte ist, die auch gleich wieder gefunden wird. Sieht geschlossen aus... aber nein, der Wirt ist da, und er bittet die Gäste auch gleich freundlich herein. Beim Anblick der Gaststube fragen sich Schnick und Schnack, wo sie hier eigentlich sind... man hat das Gefühl, urplötzlich wieder in die Kinderzeit zurückgekehrt zu sein. Die Theke, die Möbel, die Wände - alles sieht aus wie vor 4 Jahrzehnten. Das Radler schmeckt in dieser Umgebung irgendwie anders...

Schließlich gehen die beiden weiter, und nach über 4 Stunden ist der Spaziergang vorbei. Schade, weil es so ein schöner Tag war. Und zum Glück, weil die Füße langsam ganz doll weh tun.

Schnick und Schnack wissen jetzt auch, warum der Oktober ein goldener Monat ist: So viel Sonne, so viel goldene Blätter... und heute Nacht werden beide schlafen wie die Murmeltiere. Und vielleicht auch ein bisschen schnarchen ;o)

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