19. Februar 2010

Toskana - Volterra im Frühling


Trotz aller Liebe, die Schnick für den Winter hat, kommen in letzter Zeit immer wieder Frühlingsgedanken hoch. Wie war das noch 2009? Ach stimmt, da waren Schnick und Schnack zu Besuch bei Freunden in der Toskana, und weil sie schon immer mal nach Volterra fahren wollten, haben sie diesen Besuch dafür genutzt. Die Freunde heißen Grazia und Paolo und sind die liebsten und ältesten Freunde von Schnick. 



Volterra ist eine alte Etruskerstadt im Herzen der Toskana und liegt, so wie ganz viele alte toskanische Städte, mitten auf einer Bergkuppe. Wenn du jetzt Schnick fragst, was sie über Volterra sagen kann, dann wird sie eine ziemlich hohe Stimme bekommen und irgendwas in der Art von  "Soooo schöööön!" stammeln. Wenn du Schnack nach Volterra fragst, wird er anfangen, von den Etruskern, ihren Bräuchen, ihrer Kultur und noch alles mögliche zu erzählen. Typisch. Schnack, der Geschichtekenner. Und obwohl Schnick mehr schwärmt als alles andere, wird sie doch einige Dinge wissen, die der Schnack nicht weiß. Zumindest, was Italien angeht. Glasige Augen bekommen übrigens beide, wenn sie von der Toskana erzählen.

Wenn man schon mal in Volterra ist, muss man unbedingt auch was Essen gehen. Dort gibt es nicht, wie an anderen Urlaubsorten in der Toskana, die am Meer liegen, Fisch in allen Variationen, sondern dort gibt es Sachen wie Wildschwein oder irgendwelche tollen Gemüsegerichte. Und natürlich Pasta. Was die Schnick unheimlich freut, die liebt nämlich Pasta! Essen tut man auch in Volterra natürlich am liebsten bei Mamma, aber wenn man Tourist ist, setzt man sich in eins der schnuggeligen Ristoranti, die überall in den schmalen Gässchen zu finden sind.

Im Frühling ist es in diesen Gassen ganz schön zugig! Ganz anders als im Sommer, wenn die ganze Stadt geradezu glüht - die ganze Bergkuppe ist zugebaut, alle Straßen sind gepflastert, und Gärten gibt es höchstens in Form von Blumentöpfen auf Fenster-brettern und Dächern. Dafür hat man im Frühling noch eine wunderschöne Aussicht auf die saftig grüne Umgebung der Stadt.

Wenn du mal nach Volterra kommst, dann schau dir ruhig das Etruskische Museum an. Das wurde vielleicht vor hundert Jahren von einem reichen Professor gegründet und birgt Schätze aus Ausgrabungen, natürlich aus etruskischen Gräbern. Da gibt es Hunderte von Sarkophagen zu sehen, Schnick und Schnack waren zum Schluss ziemlich überfordert, so viele sind das. Das Haus ist ganz toll, und es ist witzig zu sehen, wie damals solche Sachen  in tollen alten Vitrinen ausgestellt wurden.  


Man kann in Volterra auch eine Ausgrabungsstätte besichtigen, aber Schnick und Schnack hatten nach den vielen Sarkophagen und Grabbeilagen dazu eigentlich keine Lust mehr.

Dafür bekommst du jetzt noch ein paar von Schnicks Lieblingsmotiven, nämlich Türen, zu sehen. Und Torbögen. Davon gibt es in Volterra ganz schön viele.



Schließlich haben sich Schnick und Schnack noch ordentlich wundern müssen... die Menschen werden doch tatsächlich immer dicker, und davon kann sich nicht mal dieser Herr ausnehmen... Es ist unglaublich! Ob das von der vielen Pasta kommt?









7. Februar 2010

Narrensprung zu Weil der Stadt

Heute waren Schnick und Schnack unterwegs am Rande des Schwarzwalds, genauer gesagt in Weil der Stadt. An diesem Städtchen sind sie schon oft vorbei gefahren, und heute haben die beiden festgestellt, dass es sich auf jeden Fall lohnt, dort mal anzuhalten, und nicht nur wegen dem Narrensprung, der heute statt gefunden hat. Weil der Stadt hat eine hübsche historische Altstadt. Aber jetzt sind die Narren dran.

Für die außen stehenden Schnick und Schnack sieht es so aus, dass es in Weil der Stadt eine ganze Menge unterschiedlicher Narren gibt, die aber wohl alle zur Narrenzunft A-ha gehören. Und dann ging es auch schon los! Allen voran lief der Büttel, der dafür gesorgt hat, dass die Leute auch genug Platz für den Umzug lassen.



Es gab natürlich viele grauslige Hexen, vor denen man sich besser in Acht nimmt - die nehmen einen nämlich Ruck-Zuck mit, klauen einem Mützen oder Hüte oder machen sonst irgendwelche frechen Sachen. Zum Glück gab es aber auch solche netten Damen, die Kuchen verteilt haben.







Schnick hat leider keinen  Kuchen bekommen, weil sie so sehr mit fotografieren beschäftigt war. Dabei hat der Magen schon wieder so laut geknurrt!
Hier kommen die Waldgeister. Eigentlich sehen diese hier gar nicht so böse aus, oder?







Diese hier waren auch dabei.
Nennt man die jetzt "Hansele"?
Blaubeerhansele?
Fragen über Fragen.
Nachtrag: Nix mit Blaubeeren - Schlehengeister!





Gar schröckliche Bären trieben ihr Unwesen auf den Straßen der Stadt.
Obwohl - eigentlich waren sie sehr gut erzogen: Einer kam auf Schnack zu (der gleich ganz blass wurde) und reichte ihm höflichst die Hand zum Gruß. Bärig, oder? Ein anderer Bär ist ihm gleich um den Hals gefallen... und hat sich als alte Bekannte entpuppt. "Ach du bist es", sagte der Schnack, "ich hab dich gar nicht gleich erkannt!"



Teufel und Waldgeister und andere gruselige Häs haben ihren festen Platz in der alemannischen Fasnet. Die hübschen Funkenmariechen dürfen auf keinem Umzug fehlen. Schnick war ja als junges Mädle selbst mal eins, und die Schnicktochter auch. Tradition ist Tradition.

 

Und dann wurde es ernst: Der Bürgermeister bekam in einer leidenschaftlich daher gepolterten Rede sein Fett ab und wurde für alle Dinge, die er in seinem Amt nicht gut gemacht hat, geschimpft. Er hat dabei gelacht. Bestimmt hat er gedacht, die Schimpfe sei Spaß, weil alle Leute so bunt angezogen waren. Schließlich haben die Narren das Rathaus gestürmt und den ganzen Mist, den der Bürgermeister fabriziert hat, zum Fenster hinaus geworfen. Und das war viel Mist, die Papiere sind nur so durch die Luft geflattert.



Der Bürgermeister musste den Schlüssel vom Rathaus rausrücken, und die Narren haben es sich gleich im Inneren des Rathauses gemütlich gemacht.



Irgendwann war das Spektakel vorbei, und Schnick und Schnack sind in eine schöne warme Wirtschaft gegangen, um etwas zu essen. So einfach geht das beim Narrensprung aber nicht. Gerade als das leckere warme Essen von der Kellnerin gebracht wurde, ging die Tür der Gaststätte auf, und der ganze Fanfarenzug kam mit lauter Musik herein. Jetzt wurde geschunkelt und gesungen, und je wärmer es Schnick und Schnack wurde, desto kälter wurde es dem Schnitzel. 

Die Teller wurden schließlich doch noch leer, das Schnitzel war lecker, und dann ging es mit der S-Bahn wieder nach Hause. Eins musst du aber noch anschauen - Schnick und Schnack haben diesen kleinen Wicht als best kostümierte Person des Tages befunden:


Ein bekanntes Wesen er ist. Ihn kennen du musst.

Die WeilderStädter (sagt man das so?) haben so eine große Lust an der Fasnet, dass sie sich sogar einen Narrenbrunnen gebaut haben. Auf dem sind alle Figuren der Narrenzunft verewigt.


Hast du jetzt auch Lust bekommen, mal nach Weil der Stadt zu fahren? Am Sonntag, den 14. Februar ist dort noch ein großer Umzug. Aber auch im Sommer macht es sicher Spaß, sich dieses Städtchen mal anzusehen.