7. Februar 2010

Narrensprung zu Weil der Stadt

Heute waren Schnick und Schnack unterwegs am Rande des Schwarzwalds, genauer gesagt in Weil der Stadt. An diesem Städtchen sind sie schon oft vorbei gefahren, und heute haben die beiden festgestellt, dass es sich auf jeden Fall lohnt, dort mal anzuhalten, und nicht nur wegen dem Narrensprung, der heute statt gefunden hat. Weil der Stadt hat eine hübsche historische Altstadt. Aber jetzt sind die Narren dran.

Für die außen stehenden Schnick und Schnack sieht es so aus, dass es in Weil der Stadt eine ganze Menge unterschiedlicher Narren gibt, die aber wohl alle zur Narrenzunft A-ha gehören. Und dann ging es auch schon los! Allen voran lief der Büttel, der dafür gesorgt hat, dass die Leute auch genug Platz für den Umzug lassen.



Es gab natürlich viele grauslige Hexen, vor denen man sich besser in Acht nimmt - die nehmen einen nämlich Ruck-Zuck mit, klauen einem Mützen oder Hüte oder machen sonst irgendwelche frechen Sachen. Zum Glück gab es aber auch solche netten Damen, die Kuchen verteilt haben.







Schnick hat leider keinen  Kuchen bekommen, weil sie so sehr mit fotografieren beschäftigt war. Dabei hat der Magen schon wieder so laut geknurrt!
Hier kommen die Waldgeister. Eigentlich sehen diese hier gar nicht so böse aus, oder?







Diese hier waren auch dabei.
Nennt man die jetzt "Hansele"?
Blaubeerhansele?
Fragen über Fragen.
Nachtrag: Nix mit Blaubeeren - Schlehengeister!





Gar schröckliche Bären trieben ihr Unwesen auf den Straßen der Stadt.
Obwohl - eigentlich waren sie sehr gut erzogen: Einer kam auf Schnack zu (der gleich ganz blass wurde) und reichte ihm höflichst die Hand zum Gruß. Bärig, oder? Ein anderer Bär ist ihm gleich um den Hals gefallen... und hat sich als alte Bekannte entpuppt. "Ach du bist es", sagte der Schnack, "ich hab dich gar nicht gleich erkannt!"



Teufel und Waldgeister und andere gruselige Häs haben ihren festen Platz in der alemannischen Fasnet. Die hübschen Funkenmariechen dürfen auf keinem Umzug fehlen. Schnick war ja als junges Mädle selbst mal eins, und die Schnicktochter auch. Tradition ist Tradition.

 

Und dann wurde es ernst: Der Bürgermeister bekam in einer leidenschaftlich daher gepolterten Rede sein Fett ab und wurde für alle Dinge, die er in seinem Amt nicht gut gemacht hat, geschimpft. Er hat dabei gelacht. Bestimmt hat er gedacht, die Schimpfe sei Spaß, weil alle Leute so bunt angezogen waren. Schließlich haben die Narren das Rathaus gestürmt und den ganzen Mist, den der Bürgermeister fabriziert hat, zum Fenster hinaus geworfen. Und das war viel Mist, die Papiere sind nur so durch die Luft geflattert.



Der Bürgermeister musste den Schlüssel vom Rathaus rausrücken, und die Narren haben es sich gleich im Inneren des Rathauses gemütlich gemacht.



Irgendwann war das Spektakel vorbei, und Schnick und Schnack sind in eine schöne warme Wirtschaft gegangen, um etwas zu essen. So einfach geht das beim Narrensprung aber nicht. Gerade als das leckere warme Essen von der Kellnerin gebracht wurde, ging die Tür der Gaststätte auf, und der ganze Fanfarenzug kam mit lauter Musik herein. Jetzt wurde geschunkelt und gesungen, und je wärmer es Schnick und Schnack wurde, desto kälter wurde es dem Schnitzel. 

Die Teller wurden schließlich doch noch leer, das Schnitzel war lecker, und dann ging es mit der S-Bahn wieder nach Hause. Eins musst du aber noch anschauen - Schnick und Schnack haben diesen kleinen Wicht als best kostümierte Person des Tages befunden:


Ein bekanntes Wesen er ist. Ihn kennen du musst.

Die WeilderStädter (sagt man das so?) haben so eine große Lust an der Fasnet, dass sie sich sogar einen Narrenbrunnen gebaut haben. Auf dem sind alle Figuren der Narrenzunft verewigt.


Hast du jetzt auch Lust bekommen, mal nach Weil der Stadt zu fahren? Am Sonntag, den 14. Februar ist dort noch ein großer Umzug. Aber auch im Sommer macht es sicher Spaß, sich dieses Städtchen mal anzusehen.

Kommentare:

  1. Ein schöner Post!!!!

    Tolle Fotos!

    Auch gut ihn finde!

    Lieben Gruß Bea

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  2. Sehr schön geschrieben.

    Freut uns natürlich auch, dass es Euch so gut in unserer schönen Keplerstadt und aber auch auf unserem Narrensprung gefallen hat!

    Ihr seid natürlich gerne immer wieder aufs neue bei uns Willkommen.
    gerne auch mal zu unserem großen traditionellen Fasnetsumzug
    (2013 am 10. Februar).

    in diesem Sinne,
    Liebe grüße aus Weil der Stadt,
    s`got dagega.

    Für die Narrenzunft "AHA" e.V. Weil der Stadt
    Tobias Reim

    P.S.:
    Gerne haben wir eure Page in unserem Facebookprofil geteilt.
    http://www.facebook.com/#!/narrenzunft.weilderstadt

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    1. Hallo Tobias,

      vielen Dank, wir freuen uns sehr über dieses nette Feedback! Nächstes Jahr sind wir bestimmt auch wieder bei euren Umzügen.

      Liebe Grüße zurück,
      Petra und Peter - Schnick und Schnack

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  3. Hallo Ihr beiden,

    ich bin mit meinem Kommentar fast ein Jahr hinterher und die neue Fasnet hat längst begonnen.
    Euer Bericht ist wirklich super nett geschrieben. Es tut uns auf-
    richtig leid, daß Eure Schnitzel wegen uns kalt geworden sind.
    Das nächste mal müsst Ihr Zuhause essen und lieber etwas kaltes trinken wenn Euch vom schunkeln warm wird.

    A liebs Grüssle von Markus vom Fanfarenzug Weil der Stadt 1963 e.V.

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