8. April 2010

Lucca - die Reiche und Unabhängige

Die Schnick hat eine neue Arbeit - und somit 6 Monate Urlaubssperre. Da muss man schon spontan sein, und so haben Schnick und Schnack eine Woche vor Ostern ihre Koffer gepackt und sind ganz kurz entschlossen in die Lieblings-Toskana gefahren, wo sie bekannte und neue Orte besucht haben.

Eins ihrer Reiseziele war die wunderschöne Stadt Lucca mit ihrer monumentalen und gut erhaltenen Stadtmauer. 4,2 km lang ist sie, 12 m hoch und ebenso breit. Ein Mordsding! Hier sieht man die feudalen Palazzi auf der anderen Seite der Mauer (der Weg ist übrigens genau oben drauf):


Das ist einer der Wege, der auf die Stadtmauer führt. Schön, gell?



Die Leute in Lucca waren früher ganz schön reich (und sind es zum Teil heute noch), weil sie gute Kaufleute waren. Für ihre Talente sind sie so bekannt, dass man in der Toskana sagt, als Columbus Amerika entdeckte, war da schon ein Luccheser an Bord, der den Eingeborenen alles mögliche zu verkaufen versuchte :o)

Auf der Piazza Napoleone stehen riesige Platanen, und die Piazza sieht aus, als ob man da gut Boccie spielen könnte... ihr wisst schon, dieses Spiel mit den Kugeln, das die Franzosen "Boule" nennen.



Platanen sind überhaupt wunderschöne Bäume! Schnick ist immer ganz aus dem Häuschen, wenn sie die riesigen Bäume mit ihren gefleckten Rinden sieht.

Das Tollste in Lucca ist die Piazza del Mercato oder Piazza dell'Anfiteatro. Das ist ein ovaler Platz, der in der Römerzeit (jaaaa, sooo alt ist diese Stadt!) ein Amphitheater war. Heute gibt es dort ganz viele schnuggelige kleine Läden, in denen man alles mögliche kaufen kann, und es lohnt sich wirklich, mal in den einen oder anderen hinein zu gehen und sich umzuschauen. Alle Läden haben - außer den schönen Dingen, die man kaufen kann - tolle Gewölbedecken. 



Diese Bilder sind vom Duomo di San Martino. Auf der Fassade haben Schnick und Schnack tolle Sachen entdeckt: Löwen mit Akupunkturnadeln im Kopf und ein Labyrinth :o)  Oder verschiedene Reliefs, die zeigen, welche Arbeiten jeden Monat verrichtet werden, wie zum Beispiel die Ernte im August, die Aussaat im März und so weiter. Zu viel wollen die zwei jetzt aber nicht verraten.


Den Turm von San Martino sieht man ja schon von Weitem, und stell dir vor, hier gibt es doch tatsächlich eine Straße, die nur mit Magnolienbäumen gesäumt ist. So etwas sieht man nicht oft. Ehrlich gesagt, so gut wie nie. Aber in Lucca, da sieht man sowas.



Dieser Baum auf dem Foto hier steht also nicht alleine :o)

Was es in Lucca noch gibt: Ein to-tal me-ga-leckeres Gelato! Das ist doch klar. Italien ohne Gelato wäre ja wie Dick ohne Doof, wie Max ohne Moritz, wie Schnack ohne Schnick.



Lucca ist übrigens die einzige Stadt der Toskana, die sich nie von der Medici-Familie hat einverleiben lassen.

Musste mal erwähnt werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Du möchtest einen Kommentar hinterlassen? Nur zu!