14. März 2011

Ein schöner Tag in... Montalcino

Vielleicht hast du den Namen dieses winzigen Ortes in der Toskana schon mal gehört oder gelesen... vielleicht bei deinem Lieblingsitaliener um die Ecke. Von dort kommt nämlich der überaus köstliche Brunello, ein trockener und samtiger Rotwein, den man, wenn man ihn ein Mal verkostet hat, nicht so schnell wieder vergisst. Natürlich nicht von deinem Lieblingsitaliener, sondern aus Montalcino. Schnick, denkst du auch wieder um die Ecke? :o)

Schnick und Schnack haben dort im Frühjahr 2010, als die Welt noch in Ordnung war, Freunde von Freunden besucht, die ein eigenes Weingut besitzen. Natürlich gab es dort das eine oder andere Tröpfchen zu probieren, das mehrere Jahre in den großen Fässern reifen darf, bevor es den Namen "Brunello" verdient. Wie es in Italien fast üblich ist, steht plötzlich die gesamte Verwandtschaft auf der Matte, und jeder heißt dich herzlich willkommen, möchte wissen wie es dir geht,  woher du kommst, wie es dir in der Toskana gefällt - und zum Abschied bekommst du eine Flasche Wein geschenkt. 

Wenn man draußen vorm Weinkeller steht, hat man freie Sicht auf die "Abbazia di Sant'Antimo", eine sehr alte Abtei, in der heute noch Messen stattfinden, die von Benediktinermönchen zelebriert werden. Was für ein Zufall, dass gerade heute so eine Messe statt findet. Die gregorianischen Gesänge der Mönche bringen die Seele leise zum Schwingen, und die Schnick könnte noch stundenlang lauschen... leider ist der Heimweg weit, endloses Sitzen in der Abtei geht heute nicht, meine Liebe.

In Montalcino selbst sind die Freunde mittags Essen gegangen. Essen gegangen - das ist nicht wirklich der richtige Ausdruck für die unglaublichen Leckereien, die ihnen dort kredenzt wurden. Antipasto mit Salame und Prosciutto aus dem Umland, dazu einen Rosso di Montalcino, und das Brot war mit feinem Olivenöl getränkt. Zum duftenden Espresso gab es selbst gemachte Schokolade in dunkelbraun und orange. Auch das Lokal war toll: Hanglage mit Aussicht, schlichte antike Einrichtung, und oben im Ristorante wird Wein verkostet und verkauft. 

Wenn Du mal in der Gegen bist, dann besuche auch die Fortezza, die Festung. Auch die Stadtmauer ist noch gut erhalten.

Schnick und Schnack waren angesichts von soviel sinnlichem Erleben ziemlich sprachlos. Deshalb wird jetzt auch nicht mehr so viel erzählt, sondern jetzt dürfen Bilder sprechen:
















Als die vier am Abend wieder zuhause sind, kocht Schnicks Freund Paolo seine berühmten Spaghetti Carbonara. So gut, wie er die zubereitet, das ist wahre Kochkunst! Manche Dinge erlebt man nur ein einziges Mal im Leben, und vielleicht sind es gerade solche Dinge, an die man sich so gerne erinnert. Und die Schnick, die gerade diese Fotos hochgeladen hat, erinnert sich mit einer Träne im Knopfloch an diesen wundervollen Tag.

Die ersten Tausend!

Letzte Woche hat die Schnick Augen gemacht: 1.000 Besucher waren schon hier, und lauter neue, denn die Dauerleser zählt der Zähler gar nicht mit :o)

Darüber freut sich 's Mädle und macht sich Gedanken über ein Blog-Bonbon, nur... was kann man in einem Reiseblog verlosen? Das könnte schwierig werden... "Ach was," lacht die Schnick, "schwierig? Das ist eine Herausforderung!" Sprach's, flitzt los, und man hört es nur noch kruschteln.