31. August 2011

Das Rastatter Schloss und der goldene Heinz

Es gibt doch nichts Schöneres als einen Sonntagsausflug mit Freunden. Und weil der Sommer bis jetzt so kalt und nass war und man gar nicht so viele schöne Ausflüge machen konnte, wird die Zeit langsam knapp, und so sind die Schnick und der Schnack ab sofort ein bisschen öfter unterwegs. Nicht alleine, sondern mit lieben Freunden. 

Neulich ging es zu den Badenern nach Rastatt. Die Badener und die Württemberger gehören ja eigentlich zusammen, aber wenn man manche Badener und manche Württemberger fragt, dann bekommt man ganz andere Dinge zu hören. Egal, es heißt jetzt "Baden-Württemberg", ob das allen so passt oder nicht. Aber ich schweife schon wieder ab , ich wollte ja vom Ausflug erzählen.

Rastatt liegt ganz grob zwischen Baden-Baden und Karlsruhe, in der Nähe des Elsaß. Hier gibt es das Rastätter Schloss und das Schloss Favorite. 

Das Schloss liegt mitten in der Stadt, und von dem einst so schönen und riesigen Schlossgarten ist leider nicht viel erhalten. Irgendwann in den letzten Jahren wurde das Schloss neu gestrichen, und man könnte glauben, dass es die Farbe im Sonderangebot gab: Ein aufdringliches Schweinchenrosa wurde überall hingemalt, nicht einmal die Statuen auf dem Dach wurden verschont. Einzig dieser junge Mann konnte sich und sein Podest retten, deshalb haben Schnick und Schnack in kurzerhand zum "Goldenen Heinz" ernannt.




Das Schloss war wohl auch früher schon in einem Rosaton gestrichen, das konnte man an einer einzigen Ecke am hinteren Teil noch erkennen, aber was da heute draus gemacht wurde, ist... äh... also Schnick und Schnack haben dafür keine Worte. Ihnen fiel der Sketch von Mr. Bean ein, wo er seine Wohnung streichen möchte und zu diesem Zweck einen Farbeimer aufstellt, den er zur Explosion bringt - klick!. Diesen Sketch muss der verantwortliche Beamte auch gesehen und für gut befunden haben :o) Aber schaut mal selbst:



Was im Inneren gefallen hat, sind die Herrenzimmer und der Bereich der Schlossherrin. Der Hausherr war der Türkenlouis, und seine Gemahlin die hübsche Sibilla Augusta. Wer mehr über die beiden erfahren möchte, klickt die Namen an und kommt so zu Onkel Wiki. Auf der Seite vom Markgrafen sieht man übrigens das Schloss vor der rosa Bombenlegung.

Der Park, bzw. das, was von ihm übrig ist, ist sehr einfach gehalten, wahrscheinlich, weil er ein öffentlicher Park ist. Es gibt ein paar wenige Rosensträucher, einen Seerosenteich und viel Rasen.

Nach einer kleinen Kaffee-und-Kuchen-Pause auf dem Marktplatz ging es dann weiter zum Schloss Favorite, und darüber erzählen wir in einem neuen Post.





14. August 2011

Schnick und Schnack begegnen dem Sommer.

Sommer 2011. Ein ungeliebtes Wort. Fast schon ein Witz, weil's so gar nicht passt. Aber darauf gehen wir nicht ein - immerhin haben Schnick und Schnack den Sommer heute kurz getroffen. Er kam gegen Mittag, um sich wenige Zeit später wieder klammheimlich zu verabschieden. Macht ja nichts, immerhin war er hier.

Aber von vorne: Der Schnack kam heute mit einer großen Tüte Frühstücksbrötchen und einer Idee für den Sonntag ans Bett von Schnick. Ein Spaziergang zum Seeschloss Monrepos sollte es sein, und tatsächlich sah das Wetter entgegen aller Erwartungen ziemlich sommerlich aus. 

Die beiden sind solche Anblicke gar nicht mehr gewöhnt - das Licht-und-Schatten-Spiel der Blätter, die Spiegelungen des grünen Sees, die leicht gekleideten Menschen. Einfach zum Freuen! Also gab es einen Spaziergang mit Eis, später in Ludwigsburg noch zwei Eiskaffees und ein bisschen Schaufenster gucken.



Aber dann, ganz plötzlich, hat es sich der Sommer anders überlegt. Er ließ sich, wie so oft in den letzten Wochen, von dicken schwarzen Wolken verscheuchen, und in null-Komma-Kürze war es wieder kalt und nass:



Zwischen Foto 1 und Foto 4 liegen etwa 30 Minuten. Traurig ist das. Aber weil man in so einem Sommer mit der Zeit bescheiden wird und eigentlich gar nichts mehr erwartet, freut man sich sogar über einen Sommer, der nur 2 Stunden dauert.

Die Schnick und der Schnack waren zum Glück schon zuhause, als der Sturm kam. Sie kochten sich einen Kaffee und schalteten den Fernseher ein. Leider gab es zuerst kein Programm, weil der Sturm wohl irgendwas kaputt gemacht hat. Irgendwann kam dann aber doch noch was, und so haben die beiden den Rolladen herunter gelassen, um das Elend draußen nicht sehen zu müssen, und dann haben sie sich über Gerard Depardieux als Obelix amüsiert.