30. September 2012

Landesgartenschau Nagold

Die Schnick will schon seit Frühling die diesjährige Landesgartenschau in Nagold besuchen. Bisher hat das nicht geklappt, und sie hat schon befürchtet, dass sie diese Ausstellung gar nicht mehr zu Sehen bekommt... Zum Glück wurde dieses Event von offizieller Stelle noch ein paar Tage verlängert, so war die Schnick mit dem Schnack am letzten Septembersamstag im schönen Schwarzwald unterwegs nach Nagold.

Was meinst du, Schnick? Hat es dir dort gefallen? Jetzt schaut die Schnick ein bisschen undeutlich, und sie meint, das könne man so nicht sagen. Sie sei immerhin das erste Mal mit einem E-Bike gefahren, das sei schon nett gewesen. Aufs Hochseil hätte sie auch können, aber mit ihrer Höhenangst hat sie das lieber gelassen. Der Garten des SWR war wunderhübsch, und eine kleine Sitzecke mit alten Steinen habe ihr auch sehr sehr gut gefallen, auch die schönen Blumen, die überall geblüht haben. Aber alles in allem sei es halt wie in einem ganz normalen Park gewesen, und wofür der viele Eintritt war, den sie bezahlen musste, das häbe sie nicht so richtig verstanden. Der Park sei ziemlich leer gewesen, nicht mal ein Eis konnte sie kaufen, weil alle Eisstände verwaist gewesen seien, und überhaupt sei dort alles ziemlich ausgestorben gewesen.




Ach Schnick, so war das? Ja, meint sie, so sei das gewesen. Aber sie habe einen Haufen tolle Fotos gemacht, und am Abend hätten sie und der Schnack zusammen mit Cousinchen noch ein tolles Vesper gehabt und ganz ganz viel gelacht. Das sei das Schönste am Samstag gewesen.

Na, liebe Schnick, dann war es ja doch noch schön am Samstag, gell? Jetzt nickt sie mit dem Kopf und grinst. Ja, es sei ein schöner Tag gewesen. Gut, dass man den nicht vor dem Abend geschimpft habe, weil der Abend das Beste vom Tag gewesen sei.





11. Juli 2012

Love Letters

Heute keine Reisegeschichte. Heute mal etwas Romantik aus dem Hause Schnick.

Wie du ja bestimmt schon gelesen hast, zieht die Schnick gerade um. Mann, das zieht sich vielleicht - jetzt ist sie ja auch noch krank geworden, und das verzögert die ganze Sache nun auch noch. Die Schnick seufzt. Sie liegt dieser Tage meist auf dem Sofa, sieht fern oder liest oder schläft und wartet darauf, gesund zu werden.

Langsam geht ihr die Herumliegerei aber ordentlich auf die Nerven, und deshalb hat sie gerade einen Karton genommen und die Bettwäsche aus dem Schlafzimmerschrank hinein geräumt. Dabei hat sie Mails von ihrem Schnack gefunden. Jetzt nicht irgendwelche, nein - das sind Mails, die er ihr ganz am Anfang geschrieben hat, als sie sich kennen gelernt hatten, und die sie damals ganz hinten im Wäscheschrank versteckt hatte. Ganz viele schöne Worte, die ganz viele schöne Gefühle beschreiben.




Natürlich sind die Worte privat und ganz allein für die Schnick bestimmt. Da packt sie sich brav wieder unter ihre Decke auf dem Sofa, schlürft ihren Tee mit Honig, liest die Mails und schwelgt in Erinnerungen. Und die vielen schönen Worte und Gefühle machen ihr ein ganz ganz gutes Gefühl, und das hilft ganz sicher beim gesund werden.



8. Juli 2012

Binario 3

Normalerweise sind die Schnick und der Schnack ja mehr oder weniger dauernd unterwegs. Zurzeit ist das anders, weil die Schnick gerade umzieht. Da muss viel gestrichen, geräumt, gepackt und geschleppt werden, und zum Herumreisen bleibt da leider keine Zeit.

Weil die Schnick zu allem Überfluss auch noch ein paar Tage das Haus hüten muss, zusammen mit einer dicken Sommergrippe (wobei sich da durchaus die Frage aufdrängt: "Welcher Sommer?"), schaut sie sich wenigstens mal die Fotos der letzten Reisen an und sortiert auch hier ein wenig. Ja, das wäre schön, jetzt ein bisschen weg fahren zu können und den Umzug Umzug sein lassen, seufzt sie. So wie letztes Jahr im Frühling, als sie mit ihrem Schnack in Rom war.

"Ach liebe Schnick," tröstet der Schnack, "bald hast du alles hinter dir, und dann fahren wir ein paar Tage weg - du weißt doch, unser nächstes schönes Wochenende ist doch schon so gut wie gebucht!" 

Das stimmt allerdings. Und darauf freuen sich beide auch ganz doll! Bis dahin träumt die Schnick von der wundervollen Romreise, die auf "Binario 3" - Bahnsteig 3 - am Bahnhof in Viareggio begann. Aber weil Rom so eine riesige Stadt ist, und weil auf Schnicks PC soooo viele Romfotos liegen, und weil die Grippe soooo matt und müde macht, dauert es noch ein kleines Weilchen, bis hier etwas über diese traumhafte Stadt zu lesen sein wird.


Binario 3 - Stazione di Viareggio




Die Schnick wartet auf den Zug nach Rom



12. Juni 2012

Naaaaaa........?

Heute machen wir es mal spannend. Aber zuerst möchte ich ganz herzlich meine neuen Leser begrüßen! Ich freue mich, dass so viele Menschen unsere Quatschgeschichten mögen :o)

So. Wo war ich? Ach ja, bei "spannend". Die Schnick hat ja mal in der Toskana gelebt, genauer gesagt in der Provinz Lucca, noch genauer in Torre del Lago, das ist gleich neben Viareggio. Als sie neulich mal wieder in ihrer "Zweitheimat" zu Besuch war, da hat sie auch ihren Lieblingsfreund Neno getroffen, und der hat einen ganz besonderen Beruf.

"Neno, mi faresti un grande favore?", hat sie ihn gefragt. Ob er ihr einen großen Gefallen tun würde. Und weil Neno der Lieblingsfreund ist, hat er natürlich ja gesagt. So sind Schnick und Schnack mit Neno am nächsten Morgen nach Viareggio gefahren, um ein ganz bestimmtes Museum zu besuchen. Aber... so ein Käse... ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt hatte das geschlossen. Schnicks Gesicht wollte gerade lang werden, da meint Neno (und jetzt übersetze ich das einfach mal simultan): Leute, das macht nichts - im Museum gibt es sowieso nur ein paar Kleinigkeiten zu sehen - ich zeig euch jetzt mal was Richtiges!

Das erste, was auffällt, sind diese komischen Dinger, die hier in allen Größen herum stehen. Hast du irgendeine Idee, was das sein könnte?


Kurz darauf treffen die drei einen netten Mann, der gerade beschäftigt ist, und er zeigt, was man mit diesen komischen Dingern macht:


Na, kommst du langsam drauf? Die Dinger sind Gipsformen. Er schmiert Zeitungspapier mit Kleister ein, reißt es in kleine Stücke und legt es in so eine Gipsform.


Wenn genug Papierschnipsel in der Form sind, muss alles trocknen, und wenn die Schnipsel getrocknet sind, kann man das "Ding" aus der Form nehmen. Und wenn alle "Dinger" aus allen Formen genommen worden sind, dann baut man alle zusammen, und dann kommt manchmal sowas dabei raus:


Und jetzt möchte ich dich nicht weiter auf die Folter spannen und erzähl dir, wo Schnick und Schnack sich mit Neno herum getrieben haben: In der "Cittadella del Carnevale", wo die berühmten und unglaublich riesigen und farbenfrohen Karnevalswägen von Viareggio immer noch nach alter Art mit "Cartapesta" hergestellt werden.

In Italien gibt es zwei sehr bekannte Karnevalhochburgen: Die eine ist Venedig, das kennt jeder, oder? Die andere ist Viareggio. Hier werden seit Jahrzehnten jedes Jahr die wunderschönsten "Carri" gebaut. An der Konstruktion sind viele Künstler beteiligt, und bis so ein "Carro" bei der "Sfilata", dem Umzug, an der Strandpromenade teil nehmen kann, vergehen um die sechs Monate, in denen viele fleißige Handwerker jeden Tag viele viele Stunden arbeiten. Die meisten Wägen werden mittels einer ausgeklügelten hydraulischen Steuerung bewegt, und sie sind so riesig, dass viele viele Kostümierte auf ihnen Platz haben. (Schau mal hier >klick!< , du findest jetzt bereits die Termine für 2013 und viele tolle Fotos.) Neno arbeitet hier auch, und er kennt sich so gut aus, dass er Schnick und Schnack ganz genau erzählen kann, wie alles gemacht wird und wie so ein Wagen entsteht

Wenn du mal auf die Webseite schaust, dann siehst du auch diese Messdiener/ Priester, was immer das sein soll. Hier kannst du dir ein Bild von ihrer unglaublichen Riesigkeit machen:


Andere Carri sind noch viel größer, und wenn man direkt unter ihnen steht, sind manche auch richtig Furcht einflößend.

Vielen Dank, lieber Neno, dass du Schnick und Schnack diese Freude gemacht hast - diese Privatführung war supertoll, und die Schnick ist überzeugt, dass ein einfacher Museumsbesuch niemals so spannend gewesen wäre wie deine Führung!

Die Hangars in der Cittadella del Carnevale in Viareggio

Ja ja, mit Bunga Bunga kommt man in Italien in die Hölle

In den Sommermonaten nehmen die Künstler auch andere Aufträge entgegen

Vom Entwurf bis zum fertigen Carro ist es ein langer Weg

Da kann man schon Angst kriegen, oder?

Ein tolles Gebäude mit spannendem Innenleben

Leider gibt es, wie überall, auch eine negative Seite der Medaille: Die Stadt möchte die Umzüge nicht mehr sponsern, und es gibt jedes Jahr aufs Neue das bange Zittern um die Zusagen der Fördergelder. Außerdem werden heute solche Wägen woanders schon mit Fiberglas hergestellt, was schneller geht und das Gewicht eines Karren drastisch reduziert. Ich wünsche mir, dass Viareggio seine Traditionen beibehält und sich die Karrenbauer gegen alle Widrigkeiten durchsetzen können!

26. April 2012

Unverhofft

Die Schnick und der Schnack waren ja ein paar Tage in Venezien unterwegs. Übernachtet haben sie in der "Scacchiera", darüber haben sie auch schon mal berichtet. Ausnahmsweise gewähren sie heute mal einen kleinen intimen Einblick ins Schlafgemach. Und jetzt sag mal ehrlich: Wie schön kann ein Tag werden, der mit so einem Anblick beginnt?


Fenster mit Ausblick

Wenn morgens die Sonne ins Schlafzimmer scheint, dann kann doch nichts mehr passieren. Na gut, die Temperaturen haben nicht ganz zu diesem Anblick gepasst, aber es gibt ja warme Kleidung. Nach einem üppigen Frühstück ging es dann los ins historische Stadtzentrum von Padua, und heute erzähle ich dir eine nette kleine Geschichte.


Gut gerüstet zur Stadtbesichtigung


Parken werden die beiden, wie gehabt, auf der Piazza Rabin. Von dort aus schlendern sie zum Prato della Valle, der erklärte Lieblingsplatz der beiden, den man eigentlich täglich besuchen kann, weil er sooo schön ist! Direkt an dieser Piazza steht ein Bauwerk, das der Basilica di St. Antonio verdächtig ahnlich sieht (und tatsächlich werrden Schnick und Schnack von mehreren ratlosen Touristen angesprochen und gefragt, ob denn das die berühmte Basilika sei). Nein, ist es nicht: Dieses Bauwerk ist nämlich die Basilika und Abtei Sta. Giustina


Sta. Giustina - Ansicht vom Prato della Valle

Die Türme von Sta. Giustina

Das Hauptportal ist leider geschlossen, die Basilika öffnet wieder gegen 15 Uhr. Schnick, Schnack und Cousinchen, die ja dieses Mal auch dabei ist, gehen um die Basilika herum und finden auf der Rückseite den Eingang zum Kloster.

Das sieht viel versprechend aus, und als die drei staunend herum stehen, kommt ein kleines mageres Mönchlein herangewuselt und spricht sie mit einem tief süditalienischen Dialekt an: "Wollt Ihr die Kirche sehen? Dann kommt schnell mit, ich muss zwar gleich zum Mittagsgebet, aber ihr könnt mich begleiten und die Kirche kurz sehen!" Und so erleben Schnick und Schnack ini den nächsten Minuten die allerschnellste Besichtigung ihres Lebens. Die Schnick kann die Ausführungen des frommen Mannes nur stichwortartig übersetzen, weil dessen Worte in einem wahren Schwall auf die drei herniederschwappen. Der wuselige Mönch erklärt ihnen, dass die Basilika von Napoleon und seinem Gefolge dereinst als Lager genutzt wurde. Die Truppen hätten sich mitsamt Wägen und Rössern in der riesigen Kirche eingenistet, und als sie wieder fort waren, waren auch sämtliche Kunstschätze und Wertgegenstände für immer verschwunden. Dafür sei die Kirche in einem jämmerlichen Zustand gewesen.

Dem Mönchlein merkt man deutlich an, was er von solchem Benehmen hält, und dass einer wie Napoleon nicht zu seinen Lieblingsmenschen gehört. Als er nach dieser Blitzbesichtigung für uns das Hauptportal öffnet, um uns auf die Piazza zu entlassen, meint er ganz trocken: "Vergesst nicht, dass wir alle sterben müssen. Napoleon ist auch schon lange tot, da hat ihm sein ganzer "Ruhm" nicht helfen können!"

Sta. Giustina ist eine riesige Basilika, aber sie ist kein Vergleich zu St. Antonio. Aber gut, sie hat immerhin Napoleon überlebt, und alleine das ist schon einen Besuch wert.



24. April 2012

Kühle Tage in Padua

So ist es im Leben: Da freut man sich mooo-naaa-teee-lang auf den Urlaub, und - zack - ist er auch schon wieder vorbei!

Was Schnick und Schnack mitgebracht haben, sind eine Menge Fotos, mehrere hundert Gramm zusätzliches Hüftgold und ganz viele wundervolle Eindrücke. Um ein Haar hätten sie auch noch eine Erkältung mitgebracht - die Tage in Venezien waren ganz schön kühl, richtig unitalienisch.

Um gleich mal mit der Tür ins Haus zu fallen: Das Schönste, was Padua zu bieten hat, ist zurecht die sehr beliebte und von Wallfahrern oft und gern besuchte Basilica di St. Antonio. Diese Basilika ist von innen wie von außen ungeheuer beeindruckend, und wir haben etwas ganz Besonderes erlebt: Die Messe am Ostermontag, begleitet von bombastischen Orgelklängen und Gänsehaut machendem wunderschönen Chorgesang. Die Italiener haben ja eh so schöne Kirchenlieder, aber wen wundert's, ich glaube, der Schöngeist an sich kommt sowieso aus Bella Italia.


 Die Basilika am Ende der Straße. Ist sie nicht wunderschön? 
So leicht, fast transparent, in ihren herrlichen Farben.


 Da diese Seite der Basilika gerade renoviert wird, zeigen
wir dir lieber ein Foto vom letzten Jahr - mit viel blauerem Himmel :o)


An die Basilika angeschlossen ist heute noch ein riesiges Kloster mit mehreren Kreuzgängen. Wer mehr über das Bauwerk wissen möchte, fragt am besten Onkel Wiki - klick!

Wer Padua besuchen möchte, holt sich am besten die Padova Card. Die bekommt man an allen Tourist-Info-Ständen, sie kostet 16 Euro für die Dauer von 48 Stunden und 21 Euro für die Dauer von 72 Stunden (Stand 2012). Tut euch selber einen Gefallen und lest das Prospekt, das ihr dazu bekommt, genau durch *ggg* - wir haben das erst getan, als es fast zu spät war. Die Card beinhaltet nicht nur die Besichtigung der berühmten Scrovegni-Kapelle, die vom Maler Giotto bemalt wurde, sondern auch das kostenfreie Parken auf dem riesigen und recht zentral gelegenen Parkplatz (Piazza Rabin) nahe des Prato della Valle, außerdem kann man damit unzählige Museen, Villen und vieles mehr besichtigen. Öffentliche Verkehrsmittel sind ebenso im Preis inbegriffen.Wenn man bedenkt, dass ein Tag parken auf diesem Parkplatz 8 Euro kostet, dann lohnt sich die Card auf jeden Fall!

Der Prato della Valle ist wohl die bekannteste Piazza in Padova: Ein riesiges Areal, um den ein kleiner Bach fließt, den man über kleine Brücken überquert. Samstags ist dort großer Markt, und man kann dort ganz tolle Taschen, Schuhe und andere Dinge erstehen, die das Herz einer Frau zum Hüpfen bringen. Das Herz vom Schnack hat jetzt nicht so doll gehüpft, aber die Schnick hat ihn ganz doll lieb dafür, dass er immer so geduldig mit ihr von Stand zu Stand geht.




Das war's mal für heute. Die Schnick bastelt immer noch an ihrem Reisetagebuch, aber zwischendrin findet sie bestimmt Zeit, um wieder ein paar schöne Infos, Geschichten und Fotos hier im Blog zu veröffentlichen.

16. März 2012

Reisefieber

Ach, ist das schön - der Frühling hat es doch tatsächlich geschafft, sich bis zu uns durchzuwurschteln! 

Hier laufen schon seit ein paar Wochen die Reisevorbereitungen für den Osterurlaub. Schnick und Schnack haben dieses Mal Begleitung: Schnicks Cousinchen fährt mit! Alle drei freuen sich schon seit Wochen auf diese Reise. Hotels sind gebucht, ein grober Plan, was wann besichtigt werden will, wurde auch schon notiert, und jetzt ist alles in trockenen Tüchern und man darf sich so richtig freuen!

Dieses Mal sind die beiden auch g'scheiter! Bisher war es immer so, dass man nach anstrengenden Besichtigungstouren nach Hause gefahren ist, und zuhause war man dann eigentlich erstmal erholungsbedürftig. Aber aus solchen Dingen lernt der Mensch ja, und so ergab sich für diesen Urlaub ein anderes Konzept: Erst Besichtigung, und dann noch ein paar Tage Erholung und Wellness, am besten im schnuggeligen Hotel mit Schwimmbad und Wellnessbereich, jawoll!

Wohin es geht? Ach, Entschuldigung - das hätte ich ja beinahe vergessen zu erwähnen: Es geht ins schöne Venezien! Auf der Reiseliste stehen Orte wie Padua, Verona, Venedig... hach *seufz*





Und bei diesem herrlichen Frühlingswetter fällt es einem doch ganz ganz leicht, sich vorzustellen, wie man auf einer belebten italienischen Piazza seinen Sprizzzzzz genießt, oder? :o)


1. Februar 2012

iRonic - Die feinsinnige Ironie der Kunst

Den Schnack und die Schnick verlangt es nach Kultur. In der Abendschau kommt neulich vorm Wochenende ein Bericht über eine Kunstausstellung in der Galerie Bietigheim-Bissingen, und da die beiden für den Sonntag noch gar nichts geplant haben, beschließen sie, ihren Horizont kulturell zu erweitern und diese Ausstellung zu besuchen.

Die Altstadt von Bietigheim ist wunderschön, und der Weg zur Galerie führt durch die malerische Fußgängerzone dieses schwäbischen Städtchens. Die Galerie ist in einem der alten GEbäude, der Eingangsbereich ist geschmackvoll gestaltet und schlägt den Bogen von alt zu neu. Schnick und Schnack betreten die Räume und sehen als erstes die Installation eines Künstlers, der damit japanische Erotik mit der mittelalterlichen Darstellung von frommen Kirchenleuten verbindet. Es ist wirklich gelungen, wie sich Eroten und Frömmlinge gegenseitig betrachten.

Dann aber folgen die anderen Exponate: Ein Globus, auf dem wenige Orte an unpassenden Stellen eingetragen sind. Fotos, die Gemälden nachempfunden sind. Leinwände und noch mehr Leinwände, die mit kleinen Gehirnen und anderen Innereien bekritzelt sind, alle in gelb und schwarz. Schuhe, die quietschend in Schienen vorwärts und rückwärts ruckeln. Ein Kleid, das auf dem Kopf steht. Ein paar Beine, das mit allerlei Müll geschmückt ist und zwischen denen eine Glühbirne leuchtet. "Pimmeltoni" heißen die bemüllten Beine.

Der Schnack möchte gehen. Die Schnick sagt: "Gut, dass diese Ausstellung keinen Eintritt kostet."

Vom oberen Stockwerk schallen Klatschgeräusche. "Da oben werden bestimmt die "Künstler" geohrfeigt," denkt die Schnick laut. Just in diesem Moment biegt eine Angestellte des Hauses um die Ecke, im Gesicht trägt sie einen stummen Vorwurf.

"Hurz!", bemerkt Schnick trocken, und der Schnack möchte jetzt wirklich gehen.

Draußen holt das Paar tief Luft und denkt, die größte Kunst mancher Künstler besteht wohl darin, einen zu finden, der ihre Machenschaften ausstellt. Und womöglich noch Geld dafür bezahlt.

Bilder können hier leider nicht gezeigt werden, wegen Urheberrecht und so. Aber einen Link haben wir für dich: klick

Schnick und Schnack gehen Cappuccino und Espresso  trinken. Da weiß man, was man hat.


27. Januar 2012

Mercato Centrale, Firenze

Wenn man in Stuttgart einen besonders kulinarischen Einkaufsbummel machen will, tut man das am besten in der Markthalle. Das wissen Schnick und Schnack natürlich. Aber dass es in Florenz auch eine Markthalle gibt, das wussten die beiden bisher noch nicht. Diesmal sind sie von einer anderen Richtung als sonst in die "Blühende" gekommen (so heißt die Stadt in ihrer ursprünglichen Bedeutung), und als sie ins historische Zentrum gelangen, stehen sie plötzlich vor der Florentiner Markthalle.


 Eins der Fliesenbilder an einem Fischstand


Es tut weder dem Geldbeutel noch dem sowieso schon vorhandenen Hüftgold nicht gut, so eine Halle ausgerechnet um die Mittagszeit zu betreten, aber schließlich sind wir im Urlaub, da wollen wir doch keine Kalorien zählen. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt und den Koch glücklich macht. Der Schnack bekommt beim Anblick der italienischen Kuttelauslage große Augen - ist er doch, als Schwabe, bekennender Kuttelfan. Schnick kann zwar gut ohne diese Art von Speise auskommen, aber sie hat ihm trotzdem ein Erinnerungsfoto geschossen.




Die Markthalle ist auch vom baulichen Gesichtspunkt einen Besuch wert! Sie wurde 1784 errichtet und hat schon Reisende wie Heinrich Heine begeistert. Du findest sie in der Via dell'Ariento in Florenz, sie ist montags bis samstags von 7 bis 14 Uhr geöffnet.



4. Januar 2012

In eigener Sache - Bilderklau

Es gibt offensichtlich immer noch Leute, die noch nie etwas von einem "Urheberrecht" gehört haben - so bin ich doch heute über meine Fotos gestolpert, wo ich sie nicht vermutet hätte. Hier aus dem Blog heraus kopiert und einfach mitgenommen, und nicht nur so, sondern um damit Profit zu machen.

Das ist ärgerlich. So komme ich künftig wohl auch nicht drum herum, meine Fotos künftig mit irgendeinem Wasserzeichen zu verschandeln markieren.

Warum kann man mich nicht fragen, wenn man hier schon Fotos mopst? Ein netter Kommentar, eine höfliche Anfrage, und ich wäre die Letzte, die da Nein sagt. Aber so...?