26. April 2012

Unverhofft

Die Schnick und der Schnack waren ja ein paar Tage in Venezien unterwegs. Übernachtet haben sie in der "Scacchiera", darüber haben sie auch schon mal berichtet. Ausnahmsweise gewähren sie heute mal einen kleinen intimen Einblick ins Schlafgemach. Und jetzt sag mal ehrlich: Wie schön kann ein Tag werden, der mit so einem Anblick beginnt?


Fenster mit Ausblick

Wenn morgens die Sonne ins Schlafzimmer scheint, dann kann doch nichts mehr passieren. Na gut, die Temperaturen haben nicht ganz zu diesem Anblick gepasst, aber es gibt ja warme Kleidung. Nach einem üppigen Frühstück ging es dann los ins historische Stadtzentrum von Padua, und heute erzähle ich dir eine nette kleine Geschichte.


Gut gerüstet zur Stadtbesichtigung


Parken werden die beiden, wie gehabt, auf der Piazza Rabin. Von dort aus schlendern sie zum Prato della Valle, der erklärte Lieblingsplatz der beiden, den man eigentlich täglich besuchen kann, weil er sooo schön ist! Direkt an dieser Piazza steht ein Bauwerk, das der Basilica di St. Antonio verdächtig ahnlich sieht (und tatsächlich werrden Schnick und Schnack von mehreren ratlosen Touristen angesprochen und gefragt, ob denn das die berühmte Basilika sei). Nein, ist es nicht: Dieses Bauwerk ist nämlich die Basilika und Abtei Sta. Giustina


Sta. Giustina - Ansicht vom Prato della Valle

Die Türme von Sta. Giustina

Das Hauptportal ist leider geschlossen, die Basilika öffnet wieder gegen 15 Uhr. Schnick, Schnack und Cousinchen, die ja dieses Mal auch dabei ist, gehen um die Basilika herum und finden auf der Rückseite den Eingang zum Kloster.

Das sieht viel versprechend aus, und als die drei staunend herum stehen, kommt ein kleines mageres Mönchlein herangewuselt und spricht sie mit einem tief süditalienischen Dialekt an: "Wollt Ihr die Kirche sehen? Dann kommt schnell mit, ich muss zwar gleich zum Mittagsgebet, aber ihr könnt mich begleiten und die Kirche kurz sehen!" Und so erleben Schnick und Schnack ini den nächsten Minuten die allerschnellste Besichtigung ihres Lebens. Die Schnick kann die Ausführungen des frommen Mannes nur stichwortartig übersetzen, weil dessen Worte in einem wahren Schwall auf die drei herniederschwappen. Der wuselige Mönch erklärt ihnen, dass die Basilika von Napoleon und seinem Gefolge dereinst als Lager genutzt wurde. Die Truppen hätten sich mitsamt Wägen und Rössern in der riesigen Kirche eingenistet, und als sie wieder fort waren, waren auch sämtliche Kunstschätze und Wertgegenstände für immer verschwunden. Dafür sei die Kirche in einem jämmerlichen Zustand gewesen.

Dem Mönchlein merkt man deutlich an, was er von solchem Benehmen hält, und dass einer wie Napoleon nicht zu seinen Lieblingsmenschen gehört. Als er nach dieser Blitzbesichtigung für uns das Hauptportal öffnet, um uns auf die Piazza zu entlassen, meint er ganz trocken: "Vergesst nicht, dass wir alle sterben müssen. Napoleon ist auch schon lange tot, da hat ihm sein ganzer "Ruhm" nicht helfen können!"

Sta. Giustina ist eine riesige Basilika, aber sie ist kein Vergleich zu St. Antonio. Aber gut, sie hat immerhin Napoleon überlebt, und alleine das ist schon einen Besuch wert.



24. April 2012

Kühle Tage in Padua

So ist es im Leben: Da freut man sich mooo-naaa-teee-lang auf den Urlaub, und - zack - ist er auch schon wieder vorbei!

Was Schnick und Schnack mitgebracht haben, sind eine Menge Fotos, mehrere hundert Gramm zusätzliches Hüftgold und ganz viele wundervolle Eindrücke. Um ein Haar hätten sie auch noch eine Erkältung mitgebracht - die Tage in Venezien waren ganz schön kühl, richtig unitalienisch.

Um gleich mal mit der Tür ins Haus zu fallen: Das Schönste, was Padua zu bieten hat, ist zurecht die sehr beliebte und von Wallfahrern oft und gern besuchte Basilica di St. Antonio. Diese Basilika ist von innen wie von außen ungeheuer beeindruckend, und wir haben etwas ganz Besonderes erlebt: Die Messe am Ostermontag, begleitet von bombastischen Orgelklängen und Gänsehaut machendem wunderschönen Chorgesang. Die Italiener haben ja eh so schöne Kirchenlieder, aber wen wundert's, ich glaube, der Schöngeist an sich kommt sowieso aus Bella Italia.


 Die Basilika am Ende der Straße. Ist sie nicht wunderschön? 
So leicht, fast transparent, in ihren herrlichen Farben.


 Da diese Seite der Basilika gerade renoviert wird, zeigen
wir dir lieber ein Foto vom letzten Jahr - mit viel blauerem Himmel :o)


An die Basilika angeschlossen ist heute noch ein riesiges Kloster mit mehreren Kreuzgängen. Wer mehr über das Bauwerk wissen möchte, fragt am besten Onkel Wiki - klick!

Wer Padua besuchen möchte, holt sich am besten die Padova Card. Die bekommt man an allen Tourist-Info-Ständen, sie kostet 16 Euro für die Dauer von 48 Stunden und 21 Euro für die Dauer von 72 Stunden (Stand 2012). Tut euch selber einen Gefallen und lest das Prospekt, das ihr dazu bekommt, genau durch *ggg* - wir haben das erst getan, als es fast zu spät war. Die Card beinhaltet nicht nur die Besichtigung der berühmten Scrovegni-Kapelle, die vom Maler Giotto bemalt wurde, sondern auch das kostenfreie Parken auf dem riesigen und recht zentral gelegenen Parkplatz (Piazza Rabin) nahe des Prato della Valle, außerdem kann man damit unzählige Museen, Villen und vieles mehr besichtigen. Öffentliche Verkehrsmittel sind ebenso im Preis inbegriffen.Wenn man bedenkt, dass ein Tag parken auf diesem Parkplatz 8 Euro kostet, dann lohnt sich die Card auf jeden Fall!

Der Prato della Valle ist wohl die bekannteste Piazza in Padova: Ein riesiges Areal, um den ein kleiner Bach fließt, den man über kleine Brücken überquert. Samstags ist dort großer Markt, und man kann dort ganz tolle Taschen, Schuhe und andere Dinge erstehen, die das Herz einer Frau zum Hüpfen bringen. Das Herz vom Schnack hat jetzt nicht so doll gehüpft, aber die Schnick hat ihn ganz doll lieb dafür, dass er immer so geduldig mit ihr von Stand zu Stand geht.




Das war's mal für heute. Die Schnick bastelt immer noch an ihrem Reisetagebuch, aber zwischendrin findet sie bestimmt Zeit, um wieder ein paar schöne Infos, Geschichten und Fotos hier im Blog zu veröffentlichen.